Gebaut im Dezember 1958 fand der Erstflug als Hawker Hunter T Mk.7 mit der Kennung XL 618 am 7. Januar 1959 statt. Das Flugzeug flog vom 12. Mai 1959 bis 27. November 1961 bei der No 14 Squadron stationiert in Gütersloh. Im gleichen Zeitraum nutzte auch die Gütersloh Station Flight den Trainer, um den drei Hunter F Mk. 4 Einheiten (No 14, 20 und 26 Squadron) als Instrumenten-, Navigations- und Checktrainer zu dienen. In der gleichen Rolle war die Hunter auch bei der Jever Station Flight im Einsatz.

Ab Mitte der sechziger Jahre flog die Maschine dann bei der No 229 Operational Conversion Unit (OCU) stationiert auf der RAF Basis  Chivenor und diente der Ausbildung zukünftiger Piloten. Die No 229 OCU verlegte Anfang September 1974 auf die RAF Station Brawdy und wurde kurz danach aufgelöst. Faktisch wurde die Einheit ledigich umbenannt und erhielt den Titel  No 1 Tactical Weapons Unit (TWU). Der Jet bekam den Zahlencode „87“ zugewiesen und diente in Brawdy hauptsächlich zur Waffenausbildung.

HunterT7XL618-05Cottesmore060791

Hunter T. Mk 7 XL618 auf der RAF Station Shawbury. Foto © Keith Horsewood

Im Jahr 1980 wurde die Hunter T. Mk7 aus dem aktiven Dienst genommen und stand einige Jahre auf dem Flugplatz RAF Kemble bei der No 5 Maintenance Unit und wurde ab 1983 in RAF Shawbury eingelagert. Hier änderte man den Code in „05“. Mit dem Kennzeichen 8892M diente sie ab dem 3. April 1986 für Ground Instructional (GI) Aufgaben. Ab dem 19. November 1986 setze man den Trainer dann in der Battle Damage Repair Flight (BDRF) am Standort Cottesmore zur Ausbildung von Schäden an Flugzeugen im Kampf ein. Nach knapp fünf Jahren zog man das Flugzeug im August 1991 schließlich auf den Dump (Schrottplatz) der RAF Station. Am 27. September 1995 transportierte man die Hunter T.7 zum Caernarfon Airworld Aviation Museum in Dinas Dinlle als Gate Guard, sie erhielt kurze Zeit später einen Phantasie-Anstrich in den Farben blau, grün und braun.  Erst Ende 2008 bekam die Hunter T.7 XL618 mit den typischen rot-weißen Farben des Air Training Commands eine weitaus passendere Bemalung. Im Juni 2014 fand sie den Weg ins Newark Aviation Museum, als Leihgabe von „Lakes Lightnings“, die die Maschine vor der drohenden Verschrottung gerettet hatten.

hawker

Hawker Hunter T. Mk 7  abgebildet am Caernarfon Airworld Aviation Museum in Dinas Dinlle als Gate Guard im Phantasie-Anstrich in den Farben blau, grün und braun. Foto © David Burke

7380744850_3bb66bb891

Ende 2008 bekam die Hunter T.7 XL618 die typischen rot-weißen Farben des Air Training Commands. Foto © Vodka Burner

In Zukunft wird der Kampftrainer, der in über 20 Dienstjahren viele Hundert Piloten, Kampfbeobachter und Techniker ausbildete Teil der Ausstellung des Flugplatzmuseums Gütersloh sein und somit den Weg an seinen ersten Einsatzstandort finden. Zur Zeit befindet sich die Maschine zur Restaurierung eingelagert im Depot unseres Museum. Durch die großen Korrosionsschäden wird die Restaurierung einige Jahre in Anspruch nehmen.

 

Marcus Herbote und Marc Tecklenborg, im März 2016